Musik und Demokratie geht in die 5. Runde! Gemeinsam mit den Klassen 5a und 6b der Aziz-Nesin-Grundschule in Berlin-Kreuzberg startet Vincentino erneut ein musikalisches Projekt mit hochaktuellem sozialem Bezug.
Was haben Musik und Demokratie gemeinsam? Wie kann ein Miteinander (beim Musizieren) gut funktionieren? Und wie klingt dabei Vielfalt? Diesen Fragen gehen die Schülerinnen und Schüler von September 2026 bis Januar 2027 mit den Musikern Ahmad Qafour und Renas Ibrahim, dem Medienprofi Matthias Schelleberger und der Kommunikationstrainerin Yvette Pavlicek auf die Spur.
Dabei bieten auch die Liedtexte die Grundlage für Austausch. Die 5a startete mit dem Lied La Terraluna, das aus Kinderperspektive von Zukunftswünschen wie Frieden, Toleranz und einer sauberen Umwelt erzählt. Die 6b tauchte mit Nêrgiz in ein kurdisches Volkslied über eine Blume ein – als Sinnbild für Kinder, die wachsen, sich entwickeln und aufblühen.
Schon beim ersten Treffen wurde deutlich: Die Kinder sind neugierig auf die Menschen, die zu ihnen in die Schule kommen. Wo genau aus Syrien kommst du her? Durch welche Länder bist du hierhergekommen? Wieso hast du dich für Deutschland entschieden? Persönliche Geschichten und Erfahrungen der Musiker führten schnell zu eigenen Bezügen: „Ich bin auch Kurde!“ oder „Mein Opa kann auch Saz spielen!“
Beide Klassen entwickelten gemeinsam mit den Dozent*innen einen Vereinbarungskatalog wie sie im Projekt miteinander umgehen möchten. Manche Punkte brachten die Musiker aus der Erfahrung vom Spielen in Bands und Orchestern ein, die Kinder ließene andere Punkte, die ihnen wichtig sind, auf das Flipchart setzen: „Ich finde es gut, wenn wir uns gegenseitig motivieren, anstelle auszulachen. Also wenn jemand einen Fehler macht zu sagen: Hey, du schaffst das!“ Und ein Mitschüler stimmte zu. „Ich brauche Mut und Selbstbewusstsein, um was Neues auszuprobieren. Das geht leichter, wenn ich weiß, die anderen lachen nicht.“ Eine andere Schülerin brachte ein: „Es ist wichtig auch auf die Wünsche der anderen zu hören. Wenn ich immer nur ein Instrument spielen will und meine Freundin das aber auch mal möchte, streiten wir uns. Da ist es wichtig, zu sagen: Okay, ich habe eine Weile am Klavier gespielt – jetzt gebe ich den Platz frei und du kannst auch.“
Ziel ist ein gemeinsames Konzert mit vier weiteren Klassen aus Schulen in Spandau und Mitte, um Begegungen zwischen verschiedenen Kulturen zu ermöglichen.
Begleitend zum Musikprojekt stellt der Förderer einen „Demokratiefonds“ von 500 € pro Klasse zur Verfügung, über den die Kinder selbst entscheiden dürfen. Die Klassenlehrerinnen begleiten den Ideenfindungs- und Entscheidungsprozess für eine Sache oder eine Aktion, die das Miteinander und den Zusammenhalt in der Klasse/ der Schule stärkt sowie die Umsetzung.
Wir sind sehr gespannt, welche Ideen die Kinder entwickeln und für was sie sich entscheiden!





































































































